Acrylfarben

3. März 2010 | Von | Kategorie: Hobby & Freizeit

Im Gegensatz zu Ölfarben, die mit Hilfe von terpentinhaltigen Substanzen vermalt werden und ohne die Verwendung eines Sikkativs nur sehr langsam trocknen, vermalt man Acrylfarben mit Wasser. Die Acrylfarben trocknen im Vergleich sehr schnell und sind generell wesentlich leichter anzuwenden. Entwickelt wurde die Art von Acrylfarben, die noch heute genutzt wird, um die 1950er Jahre herum in Amerika. Schnell entdeckte man ihre positiven Eigenschaften im Hinblick auf ihre Verwendung in der Malerei und stellte Acrylfarben bald auch in Europa her. Die Basis bilden immer Kunststoffdispersionen, die sich aus einem Bindemittel, einem Lösungsmittel und einem Farbmittel in Form von Pigmenten zusammensetzen.

Wie jede Neuerung fand auch diese zu Beginn nicht nur Zuspruch: Klassische Ölmaler brachten den Acrylfarben zunächst große Skepsis entgegen. Mit der Zeit fanden diese Farben jedoch aufgrund ihrer vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten viele Anhänger und werden noch heute nicht nur von Hobbymalern, sondern auch von professionellen Künstlern geschätzt und eingesetzt. Ausschlaggebend für die Qualität der Acrylfarben ist das verwendete Bindemittel, das im Idealfall aus erstklassigem Reinacrylat bestehen sollte. Ein wesentlicher Vorzug dieses Malmittels im Gegensatz zu Alternativen wie etwa Aquarell – oder Ölfarbe liegt im Trocknungsverhalten der Acrylfarben: Sie trocknen zunächst sehr schnell, oft in wenigen Minuten. (Wer dies verhindern möchte, kann den Prozess mittels des Einsatzes eines so genannten Retarders hinauszögern.) Darüber hinaus können auch mehrere, dicke Schichten der Acrylfarben aufgetragen werden, ohne dass es zur Bildung ungewollter Risse kommt – auch dies im Gegensatz zu den alternativen Malmitteln. Ein weiterer Vorteil der so beliebten Acrylfarben ist der Umstand, dass sich nahezu jedes Material als Untergrund eignet: Die Farbe haftet auf Leinwänden, Holz, Papier und vielen weiteren Stoffen und liefert dem Maler somit die Grundlage für große künstlerische Freiheit.

Aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit kann ein ungewolltes Malergebnis problemlos korrigiert werden, solange die Acrylfarben noch nicht getrocknet sind. Des Weiteren ist es natürlich von Vorteil, dass zur Reinigung der Hände nach dem Malen keine die Haut angreifenden Substanzen, sondern lediglich Wasser und Seife verwendet werden können. Je nach der verwendeten Maltechnik und eventuell genutzten Hilfsmitteln wie etwa Verdickern, Modellierpaste, oder Strukturgel lassen sich mit Acrylfarben unzählige Effekte erzielen und erfreuen sich aufgrund dieser so vielfältigen Möglichkeiten immer größerer Beliebtheit unter Hobbykünstlern wie auch Profis.


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