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Viele Kinder haben in der Schule erhebliche Probleme im Mathematikunterricht. Bei einem Therapeuten können sie sich auf Dyskalkulie testen lassen. Informationen finden betroffene Familien im Internet.
Bei der Dyskalkulie, auch Rechenschwäche, ist die Fähigkeit zum mathematischen Denken gestört. Betroffene Kinder haben keinen Bezug zu Zahlen, zu den Grundrechenarten und anderen mathematischen Themen. Die Rechenschwäche ist eine Wahrnehmungsstörung, sie hat nichts mit eingeschränkter Intelligenz zu tun.
Haben die Lehrer bei einem Kind mangelhafte mathematische Leistungen festgestellt, können die Eltern das Kind bei einem Therapeuten auf Dyskalkulie testen lassen. Der Test beinhaltet eine Reihe ausgewählter Rechenaufgaben aus verschiedenen Bereichen der Mathematik. Anhand der Höhe der Rechenfehler stellt der Therapeut fest, ob eine Rechenschwäche vorliegt. Ist dies der Fall, wird er therapeutische Maßnahmen einleiten.
Bevor Eltern ihr Kind auf Dyskalkulie testen lassen, können sie sich im Internet informieren. Die genauen Testaufgaben sind zwar geheim, aber auf einigen Internetseiten stehen Aufgaben, die ihnen ähnlich sind. So erhalten alle Beteiligten schon im Vorfeld eine Vorstellung davon, was im Test auf das Kind zukommt.
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Wer wirklich davon ausgeht, dass sein Kind eine Rechenschwäche hat, sollte vor allem sein Kind nicht zum Üben auffordern oder sogar zum Üben zwingen. Wer mathematische Grundbegriffe nicht verstanden hat, wird auch nicht erfolgreich Mathe üben können. Natürlich wird durch Üben einiges an Technik und an Reproduktion richtiger Ergebnisse klappen. Den inneren Zusammenhang der Grundrechenarten zu verstehen und das Erfassen von quantitativen Problemen beim Rechnen, in Sachaufgaben, später bei Brüchen, Prozentrechnen usw. wird aber durch technisches Training verbaut, weil alles nur gepaukt, antrainiert und auswendig gelernt wurde. Leider glauben viele Grundschulkinder nach einiger Zeit in der Schule tatsächlich, Mathe sei reines Üben und Auswendiglernen – das ist aber falsch. Die Lösung besteht daher darin, zunächst einmal eine genaue individuelle, mathematische Lernstandsanalyse erstellen zu lassen, damit man weiß, welche Probleme das Kind eigentlich hat und wo man am besten anknüpft, um das Kind zu fördern.
Fred Steeg, Rechenschwächetherapeut
http://knol.google.com/k/rechenschw%C3%A4che-informationen-und-hinweise-zur-sogenannten-dyskalkulie#