Probleme beim Rechnen? Dyskalkulie bei Erwachsenen

30. März 2010 | Von | Kategorie: Familie & Schule

Dyskalkulie bei Erwachsenen kommt oft vor, weil die Schwäche bei Vielen in der Schulzeit nicht erkannt wird. Im Internet kann man sich über Symptome und Therapiemöglichkeiten informieren.

Bei der Dyskalkulie, auch Rechenschwäche, ist die Entwicklung des mathematischen Denkens eingeschränkt. Die Betroffenen haben keine Vorstellung von Zahlen und Grundrechenarten. Dabei hat die Rechenschwäche nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun, es handelt sich vielmehr um eine Wahrnehmungsstörung.

Dyskalkulie bei Erwachsenen tritt häufig auf, weil das Problem bei vielen Kindern nicht erkannt wird. In der Schulzeit haben sie den Mathematikunterricht irgendwie geschafft, doch nun werden sie auch als Erwachsene täglich mit Zahlen und Rechenaufgaben konfrontiert, mit denen sie nichts anfangen können. Dieser Zustand ist frustrierend, doch es gibt Hilfe.

Im Internet kann man sich informieren, welche Therapiemöglichkeiten es gegen Dyskalkulie bei Erwachsenen gibt. Hier finden Betroffene viele Beiträge von professionellen Psychologen. Diese sind sich in einem Punkt einig: Wenn die Betroffenen den ernsten Willen haben, etwas gegen die Dyskalkulie zu unternehmen, ist das schon der erste Schritt zu mehr Lebensqualität.


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Ein Kommentar auf "Probleme beim Rechnen? Dyskalkulie bei Erwachsenen"

  1. Fred Steeg sagt:

    viele Eltern und LehrerInnen stellen sich unter Rechenschwäche eine Krankheit vor. Das ist sie aber nicht. Insofern kann man sie auch nicht diagnostizieren im Sinn von ja oder nein. Den Begriff Rechenschwäche gibt es nur deshalb, weil es in der Schule als Abweichung betrachtet wird bzw. mancher es so betrachten will, wenn man große Schwierigkeiten mit dem Rechnen hat. Für viele Leute sind Zahlen und Rechnen so selbstverständlich, dass sie bei Schwierigkeiten im Bereich Mathematik dann nach Gründen außerhalb des mathematischen Denkens und Lernens suchen. Die Kinder werden in der Folge nicht mehr oder falsch gefördert.

    Ein Intelligenztest wird keine Sicherheit stiften. Hinterher ist man genauso schlau wie vorher. Wenn der Intelligenztest die Rechenschwäche bestätigt, was dann? Am besten ist es zunächst einmal, die Schule würde es einfach lassen, das Kind mit Rechenaufgaben zu dransalieren, deren begriffliche Grundlage bei dem Kind einfach nicht vorhanden ist. Verstehen kann man nicht üben! Das leuchtet sogar noch jedem Lehrer ein. Trotzdem empfehlen die meisten von ihnen: üben, üben, üben!

    Eine vernünftige Vorgehensweise wäre die, erst mal durch eine eingehende Förderdiagnostische Untersuchung (Lernstandsanalyse) genau abzuklären, was das Kind in Mathe verstanden hat und was nicht! Das ist eigentlich etwas, was jede LehrerIn können sollte, wo aber der Irrtum besteht, das wäre durch die Benotung oder einen Vergleichstest (z.B.VERA) schon geleistet. Wie soll ich durch das Abzählen von Fehlern und vergleichen mit der Anzahl von Fehlern anderer Schüler jemals herausbekommen, was ein bestimmter Schüler verstanden hat und wie er welche Fehler macht, welche eigenen Strategien er anwendet usw. ? Dafür braucht man ein individuelles diagnostisches Interview. Solche Untersuchungen werden auch von einigen Privatinstituten angeboten. Man sollte aber immer genau hinschauen, ob das dann auch wirklich mehr ist als eine Checklistendiagnose. Eine gute Untersuchung dauert mindestens zwei Stunden und soll herausfinden, wo im Bereich des mathematischen Denkens erhebliche Defizite bestehen und welche individuellen Irrtümer und Holzwege vorhanden sind.

    Knol-Google-Artikel dazu:

    http://knol.google.com/k/rechenschw%C3%A4che-informationen-und-hinweise-zur-sogenannten-dyskalkulie#

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