Überfahrtieflader
3. März 2010 | Von tecman | Kategorie: Technik & VerkehrÜberfahrtieflader gibt es in verschiedensten Größen und mit den unterschiedlichsten Ladeflächen.
Je nachdem, welche Baumaschine transportiert werden soll, kann die Ladefläche individuell gestaltet werden, sodass die Baumaschinen perfekt und sicher auf der Ladefläche stehen können. Ein Überfahrtieflader zeichnet sich dadurch aus, dass bei geringer Höhe der Ladefläche die Reifen unterhalb der Ladefläche angeordnet sind. Somit ist ein Überfahrtieflader ein Anhänger zum Transport von Baugeräten und Fahrzeugen aller Art, der aufgrund seiner Bauform besonders gut befahrbar ist.
Dadurch, dass der Überfahrtieflader auch den Platz über den Reifen ausnutzen kann, steht wesentlich mehr Breite zum Beladen zur Verfügung. Somit können auch breiterer Arbeitsmaschinen, wie beispielsweise größere Radlader, problemlos transportiert werden. Zudem ist ein Überfahrtieflader konstruktionsbedingt in der Lage mehr Lasten aufzunehmen. Daher sind die meisten Tieflader ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 t als Überfahrtieflader ausgeführt.
Durch ihre etwas andere Bauform im Vergleich zum Zwischenfahrtieflader haben Überfahrtieflader den Nachteil, dass sie, auch bei der Verwendung von Reifen mit geringem Durchmesser, immer eine deutlich höhere Ladefläche haben als Zwischenfahrtieflader. Um diesen Nachteil auszugleichen, wird bei vielen Überfahrtiefladern der hintere Teil der Ladefläche abgeschrägt, so dass beim Anlegen der Auffahrtrampen der Auffahrtwinkel zusätzlich abgeflacht wird. Eine weitere Maßnahme, um diesen Effekt noch zu verstärkt, ist das Verlängern der Auffahrtrampen. In der Regel sind Auffahrtrampen bei Überfahrtieflader zwischen drei und vier Meter lang.
So gibt es beispielsweise für den Transport von großen Radladern Überfahrtieflader, die im vorderen Bereich der Ladefläche eine Art Mulden für die Räder des Tiefladers besitzen. Dadurch erreicht man zwei Effekte auf einmal. Zum einen steht der Tieflader sicher in den Mulden und kann nicht so schnell verrutschen, zum anderen wird durch die Mulden die Gesamthöhe des Gespanns reduziert. Wird ein Überfahrtieflader hauptsächlich für den Transport von Paletten oder auch Schüttgut verwendet, so wird man die Bauform der Ladefläche natürlich entsprechend anpassen.
Aufgrund des höheren zulässigen Gesamtgewichts sind Überfahrtieflader in der Regel mit einer Druckluftbremsanlage ausgestattet. Aus demselben Grund werden Überfahrtieflader auch hauptsächlich für den Einsatz hinter einem Lkw konstruiert, sodass sie mit einer entsprechenden 40 mm Anhängervorrichtung zum Anhängen an die Lkw Zugöse ausgestattet sind. Typische Beispiele für spezielle Überfahrtieflader sind Autotransporter. Hierbei sind die Überfahrtieflader so konstruiert, dass zum einen die gesamte mögliche Breite ausgenutzt werden kann, zum anderen aber der Auffahrtwinkel für die Autos möglichst ideal ist. Auch Schwerlasttransporte sind Überfahrtieflader. Aufgrund des hohen zu transportierenden Gewichtes müssen Sie allerdings ganz andere Anforderungen erfüllen. Daher sind sie auch in der Regel mit mehreren Achsen ausgestattet und in ihrer Bauform an das zu transportierende Gerät angepasst.
Aufgrund der Druckluft Bremsanlage brauchen Überfahrtieflader immer einen 24-V-Anschluss. Bei der Wahl des passenden Überfahrtiefladers sollte man vor allem darauf achten, dass dieser für die zu transportierenden Geräte möglichst perfekt geeignet ist. Es ist selbstverständlich dass ein Überfahrtieflader nur von einem entsprechend zugelassenen Zugfahrzeugs gezogen werden darf.
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